Nicht mit dem Hypervisor beginnen, sondern mit den Workloads
Welche Anwendungen laufen heute, welche Abhängigkeiten bestehen und welche Systeme müssen bei einem Ausfall zuerst wieder verfügbar sein? Diese Fragen bestimmen die Plattform stärker als die Wahl einzelner Hardwarekomponenten.
- Anwendungen und VMs erfassen
- CPU-, RAM- und Storage-Bedarf realistisch dimensionieren
- Abhängigkeiten zwischen Diensten dokumentieren
- Wiederanlaufreihenfolge und Kritikalität definieren
Server, Storage und Netzwerk als Gesamtsystem planen
Ein stabiler Virtualisierungshost braucht passende Serverhardware, redundante Datenträger, saubere Netztrennung und ein nachvollziehbares Management. Für kleinere Umgebungen kann ein einzelner leistungsfähiger Host sinnvoller sein als unnötig komplexe Clustertechnik.
- Business-Server statt Desktop-Hardware
- RAID/ZFS passend zum Workload
- separate Management- und Backup-Wege
- USV, Monitoring und Hardwarezustand berücksichtigen
Backup ist nicht gleich Virtualisierung
Snapshots und Replikation ersetzen kein unabhängiges Backup. Für belastbare Recovery-Szenarien sollten Sicherungen getrennt vom Produktivsystem liegen und Wiederherstellungen regelmäßig getestet werden.
- Proxmox Backup Server oder geeignetes Backup-System
- Offsite-Kopie
- definierte Aufbewahrung
- Restore-Test statt nur erfolgreichem Backup-Job
Migration und laufender Betrieb entscheiden über den Erfolg
Der technische Umzug ist nur ein Teil des Projekts. Danach müssen Patchmanagement, Monitoring, Kapazitätsplanung und Dokumentation in den normalen IT-Betrieb übergehen.
- Migrationsfenster und Rollback planen
- Updates kontrolliert einspielen
- Ressourcenentwicklung überwachen
- Dokumentation und Recovery-Anleitung aktuell halten
